Deine Gastgeberin – Dagmar

host

In dieses Haus habe ich mich vor 25 Jahren auf den ersten Blick verliebt. Es veranlasste uns, von Frankfurt nach Lengfurt umzuziehen. Auch wenn sein Zustand in den Augen Vieler damals alles andere als ermutigend war, habe ich nur seine besondere Atmosphäre und seinen Charakter wahrgenommen. Seither pendle ich nach Frankfurt zur Arbeit. Seit 2011 stand das Haus dann leer. Wie sollte es weitergehen? Der Gedanke an einen Verkauf gefiel niemandem. Und so dauerte es einige Jahre, unzählige Arbeitsstunden, viel Vorstellungskraft, Beharrlichkeit und Stressresistenz, bis sich das in Würde ergraute Zuhause in ein Schatzkästchen verwandelte. In der Zwischenzeit sind unsere Kinder erwachsen geworden, und es ist an der Zeit, die Weichen für die nächsten Dekaden zu stellen.

Geboren in Niedersachsen, führte mich mein Weg über Berlin und Frankfurt in diese herrliche unterfränkische Landschaft. Es gibt viele schöne Regionen in unserem Land. Das erleben wir immer wieder, wenn wir selbst zum Beispiel mit den Fahrrädern Urlaub machen. Doch hier fühle und sehe ich vieles vereint, was mir wert und wichtig ist. Sympathische, bodenständige Menschen, in jeder Ecke viel Kultur, ein angenehmes Klima, eine schöne (Fluss-)Landschaft und alles, was eine Familie für das tägliche Leben und Arbeiten braucht. Nicht zu vergessen natürlich eine der besten Weinlagen Deutschlands, den Kallmuth, der sich sonnenverwöhnt auf unserer Seite an den Main schmiegt.

Möglich gemacht haben dieses Projekt viele Menschen, ganz besonders jedoch mein Mann (ein wahrhaftiger Unterfranke und Musiker), dem ich zu großem Dank verpflichtet bin. Es gibt nichts, was in diesem Haus nicht durch seinen Kopf, durch seine Hände gegangen, geformt und entstanden wäre, nichts, was ihm nicht ans Herz gewachsen wäre. Ohne seine außerordentlich vielseitigen Talente wäre es nicht machbar gewesen – ganz voran die Fähigkeit, nicht aufzugeben.

Wir wünschen unseren Gäste, dass sie ein wenig des guten Geistes spüren können, der in diesem Haus lebt, das durch mehrere Jahrhunderte vielen Menschen mehr als ein sicheres Dach über dem Kopf war. Wir selbst wohnen in der Parallelstraße, keine 50 Meter von der Fischergasse 1 entfernt, in einem Haus, das noch ein wenig älter ist.

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